Der Verein „Heldenrat – Beratung für soziale Bewegungen e.V“ wurde am 16.12.2008 in das Vereinsregister in Hamburg eingetragen. Hilke Posor und Thomas Leppert vertreten als Vorstand den Verein.
Die auf diesen Internetseiten angebotenen Informationen sind sorgfältig zusammengestellt. Eine Garantie für Vollständigkeit und Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden.
Heldenrat hat ausserdem die Verfügbarkeit und Unbedenklichkeit der Internet-Seiten, auf die hier verwiesen wird, überprüft. Eine Haftung für über grobe Fahrlässigkeit bei dieser Prüfung hinausgehende Versäumnisse wird daher ausgeschlossen.
Sofern auf diesen Internetseiten unzulässige Hinweise auf andere Inhalte oder Verstösse gegen das Recht auf geistiges Eigentum bemerkbar sind, bitten wir um einen umgehenden Hinweis zur Korrektur.
Heldenrat
Beratung für soziale Bewegungen e.V.
c/o
Thomas Leppert
Pflugacker 23a
22523 Hamburg
Wir freuen uns auf Ihren Kontakt! Sie erreichen uns am besten per eMail.
Guido Franke
Franziskanerstr. 16/308
81669 München
guido.franke.1974@freenet.de
München, den 17.04.2008
Sehr geehrte Damen und Herren!
Die Arbeit
Wir, einige junge Bürger aus der Gastronomie, machen uns schon seit Jahren
Gedanken über ein modernes, sozial-ökologisch nachhaltiges
Gastronomiekonzept.Wir wollen Mitarbeitern-Mitunternehmern, Bürgern die
Möglichkeit geben, aktiv Lebensräume, die ihren Wünschen und Bedürfnissen
entsprechen, gemeinsam zu gestalten. Nun, da das Grundkonzept steht, suchen
wir
nach potentiellen Partnern, sozial-ökologisch verantwortungsvollen Investoren
und Unterstützern, die unsere Ansichten einer nachhaltigen sozial-ökologischen
Wirtschaftsweise teilen. Wenn ich Ihr Interesse geweckt haben sollte,
sende ich Ihnen gern das gesamte Konzept zu.
Das Ziel
Ein einzelnes (oder vereinzeltes) Individuum strebt immer nach dem
persönlichen
Vorteil, währenddessen eine Gemeinschaft von Individuen nach dem Gemeinwohl
strebt. Jeder Mensch braucht eine Aufgabe (Arbeit ) in seinem Leben.
Durch sie erfährt er berufliche Befriedigung, Ansehen
und Akzeptanz. Einen Arbeitsplatz der ihn befriedigt, in der er seine
Kreativität, seine Wünsche und seine Arbeitskraft mit einbringen kann. Ein
Wirtschaftsystem sollte immer dem Wohle der Menschen dienen und nicht
umgekehrt. Es hat sich den Bedürfnissen und Wünschen der Individuen
unterzuordnen. Eine zukunftsfähige Wirtschaftsform kann nur dann
funktionieren,
wenn alle daran Beteiligten profitieren. Deshalb gilt es die verschiedenen
Kräfte zu sammeln und sie zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen.
Unser Restaurant sollte sich am Anfang aus 10 bis 15 Mitunternehmern
zusammensetzen. Dieses setzt sich aus Köchen, Kellnern, Barmänner/Frauen und
Hilfsarbeitern zusammen. Gemeinsam sollten sie in einer Generalversammlung
ihre
Ziele, Vorstellungen, Werte und Wünsche definieren z.B. welches Essen und
Getränke sollen angeboten werden, wie soll die Einrichtung aussehen, wie hoch
soll der Standart der angebotenen Leistungen sein usw.. Dadurch entwickelt
sich
ein Wir-Gefühl, weil jeder seine Vorstellungen mit einbringen konnte und am
Entscheidungsprozess beteiligt war. Niemand ist vor Fehlentscheidungen
geschützt. So kann man die Risiken erheblich senken und die optimale
Entscheidung finden, indem alle Betroffenen in den Entscheidungsprozess mit
eingebunden werden. Viele Meinungen und Ideen fließen in die demokratische
Entscheidung ein und bilden so das Ideal einer Konsensfindung. Deshalb ist ein
Mitarbeiter- bzw. Mitunternehmerrat einer der Grundpfeiler einer
demokratischen
Betriebsführung. Diese Vollversammlung entscheidet auch über die Aufnahme bzw.
Anstellung neuer Mitglieder. Die Bezahlung, Entlohnung der
Mitglieder errechnet sich aus dem Gewinn des Betriebes, so wird jeder direkt
am
Erfolg des Unternehmens beteiligt. Weitere Anteile des Gewinns werden für
Neuinvestitionen zurückgehalten. Auch die Weiterbildung aller Mitarbeiter muss
gefördert werden, da sich der Betrieb in einer ständigen Entwicklung befindet.
Dieses steigert wiederum die Effektivität und die Arbeitsqualität innerhalb
des
Betriebes. In unserem zukünftigen Restaurant wollen wir gerade das
fachliche Potenzial der Mitarbeiter/Mitunternehmer voll nutzen und fördern.
Weitere wichtige Punkte sind die Einbettung des Betriebes
in die Umgebung und seine soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. So
können Gäste Stimmanteile erwerben (oder bei sozial schwachen Familien durch
Hilfsarbeiten und handwerkliche Tätigkeiten im Restaurant). Damit wird ihnen
ermöglicht Einfluss auf das Angebot (Speisekarte, Aktionen) und die
verschiedenen Aktivitäten (Straßenfeste, Stadtteilfeste) zu nehmen. Familien
mit Kindern könnten einen prozentualen Rabatt von 10% pro Kind erhalten. Des
weitern planen wir diverse Kulturveranstaltungen wie Kindernachmittage,
Vorlesungen und Musikabende, bei freien oder geringen Eintrittspreisen. Neben
der Zusammenarbeit mit der Kommune, wird das partnerschaftliche Verhältnis zu
den Lieferanten ein wichtiger Punkt in unserem zukünftigen Restaurant sein. Da
sich das Speisen- und Getränkeangebot ausschließlich auf Produkte aus
biologischer bzw. ökologischer Produktion zusammensetzt, wird der Biobauer
oder
der Biowinzer nicht mehr nur zum reinen Rohstofflieferant degradiert.
„Offenheit als Handelsprinzip“,
unter diesem Motto soll unser Restaurant das neue Bindeglied zwischen Erzeuger
und Endverbraucher werden. Wir möchten mit dieser Kooperation eine neue
„Ernährungskultur“ kreieren in die Kompetenzen aus den Bereichen der
Agrarwissenschaften, der Ernährungssoziologie, der Pädagogik und Psychologie
einfließen. Als besondere Aspekte sollen dabei die Regionalität, Qualität und
eine „Küche der kurzen Wege“ ins Auge gefasst werden. Dieses umfasst ebenso
die
Entwicklung sozialer Kommunikationsräume, emotionale Vertrautheit und
Lebensnähe.
Zusammenfassung: – aus der Sicht der Arbeitenden: die Sicherheit
der Beschäftigten die egalitäre Einkommensverteilung die volle Teilhabe am
Eigentum des Produktivvermögens die gleichberechtigte Teilnahme an den
betrieblichen Entscheidungen der kooperative, demokratische, freundschaftlich
Geist untereinander die Einbettung in die Lebensräume – aus der Sicht der
Planung: die weitsichtige und zukunftsorientierte Politik der Betriebsräte die
hohe Produktivität die Dynamik die Transparenz die effektive Kontrolle aller
Arbeitsbereiche durch die Werktätigen die straffe Entscheidungsstruktur der
Betriebe und ihrer Vernetzung – aus der Sicht der Kunden und Verbraucher: -
die
entsprechend ihrem Gebrauchszielfachlich, ökologisch bzw. biologisch hohe
Qualität – das gute Gefühl, dass das ausgegebene Geld nicht nur einer Elite zu
gute kommt, sondern unter den Arbeitenden gerecht aufgeteilt wird. Um dann
wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück zu kehren und so eine gemeinsame
hohe
Lebensqualität der Gesellschaft zu gewährleisten – das soziale Engagement der
Betriebe
Die Motivation
„Junge Leute überall auf der Welt, insbesondere in reichen Ländern, würden das
Konzept des sozialen Unternehmertums sehr anziehend finden, weil es sie dazu
herausfordert, durch Einsatz ihrer kreativen Fähigkeiten eine Veränderung zu
bewirken. Heutzutage sind viele junge Leute frustriert, weil sie in der
bestehenden Welt des Kapitalismus keine positiven, sie ansprechenden
Herausforderungen sehen. Junge Menschen träumen davon, sich eine eigene,
perfekte Welt zu erschaffen.“ Prof. Dr. Muhammad Yunus, Träger des
Friedensnobelpreises.
Wenn die Wirtschaft wirklich als Motor für eine ökologisch
und sozial nachhaltige Welt dienen soll, dann müsste man sich auf humane und
demokratische Werte innerhalb der Wirtschaft besinnen.
Das wirkliche Umdenken und Handeln obliegt jedoch dem einfachen Bürger. Dazu
müssen
wir die bürgerliche Berufung neu definieren. Neue Formen der
bürgerlich-demokratischen Steuerung könnten Demokratie und Gerechtigkeit in
einen Bereich bringen der sich immer mehr der Öffentlichkeit (den Bürgern)
entzieht. Durch freie Kapitalkapazitäten der Bürger und durch
staatliche Förderung ließen sich neue Unternehmensformen entwickeln, die den
wirklichen Bedürfnissen, Zielen und Wertvorstellungen der Menschen und ihrer
Umwelt entsprechen.
Die Wirkung
Wir haben schon einige Unternehmen aus der Bio-Branche, Organisationen (NGO)
und politische Entscheidungsträger angeschrieben. Die meisten beschrieben
unser
Konzept (Idee) als besonders innoativ und kreativ. Dazu haben sich Einige zur
Zusammenarbeit (Unterstützung) bereit erklärt, wenn wir mit der Arbeit im
Restaurant beginnen. In Internet-Blogs, in denen wir Teile unseres Konzeptes
veröffentlich haben, gab es eine starke positive Resonanz. Langfristig,
versuchen wir mit unserem ersten Restaurant ein Zweites zu finanzieren. Um so
möglichst viele „Cluster“ einer demokratischen, sozial-ökologischen
Wirtschaftsweise zu bilden. Also: sziales Netzwerk-neue bürgerliche
Berufung-Allgemeingut-Allgemeinwohl
Hindernisse
Die größten Probleme sind: Die richtige Immobilie, Unterstützer (für das
Startkapital, wirtschaftliche und rechtliche Beratung) und Unternehmen zu
finden, welche uns schon in der Startphase.
Mit freundlichen Grüssen
Guido Franke
Von: Guido Franke am 17. April, 2009
um 14:59